Machbarkeitsstudie

Eine Machbarkeitsstudie ist grundsätzlich ein üblicher Schritt, um die angedachten Änderungen für das eigene Projekt zu prüfen. Eine solche Studie kann im Einzelfall weiterhin sinnvoll sein. Dieser sollte sich aber auf die spezifischen Herausforderungen des Einzelfalls beschränken. Die grundsätzliche Umsetzbarkeit einer entsprechenden Veränderung kann durch die Erfolge von Schleswig-Holstein, sowie zahlreiche Erprobungen anderer Akteure als gegeben angesehen werden. Für kleinere Vorhaben können Pilotprojekte eine kostengünstigere Alternative sein.

**Beispiel Schleswig-Holstein: **Bevor mit der grundsätzlichen Planung begonnen wurde, beauftragte das Land Schleswig-Holstein eine unabhängige Machbarkeitsstudie durch den IT-Dienstleister Dataport AöR.

Ziel: Eine fundierte Einschätzung, ob ein vollständiger Wechsel auf Open-Source-Arbeitsplätze (basierend auf GNU/Linux) für die Landesverwaltung umsetzbar ist.

Geprüfte Kriterien:

  • technische Machbarkeit: Kompatibilität mit bestehenden Systemen, Performance unter Last, Integrationsaufwand
  • Nutzererfahrung: Akzeptanz durch Mitarbeiter:innen, Schulungsbedarf, Barrierefreiheit
  • Wirtschaftlichkeit: Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vergleich zu proprietären Lösungen (inkl. TCO-Betrachtung)
  • rechtliche Rahmenbedingungen: Compliance mit Datenschutz (DSGVO), Lizenzkonformität, Interoperabilität

Ergebnis: Die Studie bestätigte die Umsetzbarkeit unter der Voraussetzung, dass Schulungen, Supportstrukturen und ein schrittweiser Rollout priorisiert werden.


← Zieldefinition   |   Zentraler Baustein Change-Management →